Spanien

31. Etappe: Arzúa – O Pedrouzo

Gelaufen: 18 km (gesamt: 663 km)

Vom ersten Schritt an, den man aus Arzúa raus machte, bemerkte man, wie alles anders war. Man bemerkte schnell, dass man sich auf dem populären und touristengefluteten “Camino Francés” befand und nicht mehr auf dem ruhigen, idyllischen “Camino del norte”. Soweit das Auge reichte, sah man Pilgerscharen. Vor einem, hinter einem, überall.

 

 

Ebenfalls fielen die großen Mengen an Turigrinos – eine Mischung aus turistas (Touristen) und peregrinos (Pilger) – auf, die man vor allem schnell daran erkannte, dass sie nur sehr kleine Rucksäcke dabei hatten, da sie ihr schweres Gepäck stets per Expresslieferung vorausschickten. Ebenso sahen viele Turigrinos zu ordentlich und erholt aus, als dass sie hunderte von Kilometern hätten zurückgelegt haben können.

Generell war der gesamte Weg heute sehr auf Tourismus ausgelegt, sodass man konstant kleine Ländern und Verkaufsstände mit Souvenirs vorfand und geradezu alle 200 Meter schien eine Kneipe oder ein Café aus dem Boden zu schießen. Diese waren im Vergleich zu den Cafés am Küstenweg auch gut gefüllt und sogar dort konnte man Erinnerungsstücke und anderen Nippes erwerben.

 

 

Landschaftlich wechselten sich wieder dichte, zugewucherte Wälder mit goldenen Getreidefelder ab und zeitweise konnte man es sogar genießen, wenn man nicht wieder von der Tourismus-Keule erschlagen wurde und einer der vielen Biergärten den Blick ins Grüne zerstörte. So kamen ich und meine Weggefährtinnen aus Miraz, die ich auf dem Weg wiedergefunden hatte, leichten Fußes in O Pedrouzo an, wo wir uns bereits im Vorfeld unsere Betten reserviert hatten.

 

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