Spanien

2. Etappe: Pobeña – Castro Urdiales

Gelaufen: 16 km (gesamt: 44 km)

Mit dem heutigen Weg habe ich das Baskenland hinter mir gelassen und bin nach Kantabrien gepilgert. Anders als gestern bin ich heute schon zu Tagesanbruch losmarschiert, denn ich hatte mir fest in den Kopf gesetzt, früher an der Ziel-Herberge anzukommen und mir noch ein Bett zu sichern. Zwei Tage in Folge draußen auf dem Boden musste echt nicht sein.

Auf dem Weg hat man schon schnell gemerkt, dass das ständige Auf und Ab der Berge abgenommen hatte und bald von einem windigen Küstenweg abgelöst wurde. Und was ein Küstenweg! Man hatte konstant eine wunderschöne Aussicht auf das Meer, auf die Klippen, die weit aus dem Meer ragten, und auf viele Kilometer Küstenlinie, die vor und hinter einem lagen.

 

 

Wie auch gestern war der Großteil des Weges still und ruhig und man war für sich. Und die wenigen Menschen, die man traf, waren Pilger, die man bereits am Vortag kennengelernt hatte. Doch vor allem ist es faszinierend, wie formlos man kurz quatschen konnte, ehe sich die Wege aufgrund unterschiedlicher Laufgeschwindigkeit wieder trennten. Keine große Begrüßung – denn im besten Fall hatte man sich erst morgens beim Aufbruch gesehen – und auch keine große Verabschiedung – denn irgendwie traf man sich sowieso immer wieder.

Pilger, die ich kurz hinter Bilbao traf, sah ich in Pobeña wieder, einen Pilger, den ich in der Herberge in Pobeña kennengelernt hatte, traf ich in der Kirche von Castro Urdinales wieder und an der Herberge in Castro Urdinales trafen vorhin Pilger ein, die ich ebenso einige Kilometer außerhalb von Bilbao das erste mal getroffen hatte. Man siehst sich immer wieder.

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